Weltcup Madrid 4. Mai 2008

Bereits zum dritten Mal reiste Katrin Leumann nach Madrid zum Weltcuprennen, welches im grossen Stadtpark Casa de Campo statt fand. Die Strecke war demnach technisch nicht sehr anspruchsvoll. Auch topographisch wurden die Athleten nicht ausserordentlich gefordert obwohl es einige sehr steile aber kurze Anstiege zu bewältigen gab. Die giftigen Anstiege wurden durch lange flache Passagen unterbrochen in denen es von Vorteil war in einer Gruppe zu sein um vom Windschatten profitieren zu können. Durch das schöne Wetter der ganzen Woche war der Untergrund staubtrocken und die Herausforderung war, den sandigen Boden in den Kurven richtig einzuschätzen und das Tempo demnach anzupassen um nicht auszurutschen.
Aus der zweiten Reihe startend kam Leumann erneut gut weg und reihte sich im ersten Flachstück in den ersten 6 Fahrerinnen ein. Auch im ersten Aufstieg konnte Katrin Leumann mithalten und befand sich in einer guten Gruppe. Die erste Zielpassage überquerte sie in einer Gruppe von Platz 6 bis 15.
„Ich konnte gut mitfahren, hatte aber im ganz steilen Anstieg Mühe und musste praktisch immer absteigen, weil Fahrerinnen vor mir nicht mehr weiter kamen und weil mir manchmal auch die Kraft fehlte ganz hoch zu fahren. Das war für mich die Schlüsselstelle, denn immer dort musste ich hart um den Anschluss zur Gruppe kämpfen“, berichtete Leumann. Lange fuhr Leumann um Rang 11, doch in der zweitletzten Runde verlor sie genau in der Schlüsselstelle den Anschluss und musste sich von einer von hinten heranbrausender Gruppe einholen lassen. „Mir fehlte auf der letzten Runde einfach die Kraft um ein besseres Resultat herauszufahren. Die Möglichkeit wäre da gewesen, eine von meiner Gruppe erreichte zum Schluss noch den 8. Rang. Klar, dass man da etwas enttäuscht ist, wenn einfach die Beine nicht schneller drehen…“, beurteilte Leumann die Schlussrunde. Auch wenn es nicht für mehr reichte musste sie auf der letzten Runde nochmals leiden und alles geben, denn von hinten drückte die Chinesische Weltcupleaderin mit weiteren Fahrerinnen im Schlepptau. Doch Leumann liess sich vom 17. Rang nicht mehr verdrängen und erreichte damit ihr bisher bestes Weltcupresultat in diesem Jahr. „Ich habe mich wesentlich besser gefühlt als noch in Offenburg oder Houffalize und bin für die EM vom 18. Mai in St. Wendeln (D) zuversichtlich“ sagt Leumann.
Das Rennen wurde von der Norwegerin Dahle gewonnen vor Premont aus Kanada und Fullana aus Spanien.
© katrinleumann.ch, 2008-05-24
-> z-login