Ein weiser Entscheid war es bereits am Samstag die Schlammpneus aufzuziehen. Es regnete die ganze Nacht stark und auch am Morgen war keine Besserung in Sicht.
Katrin Leumann fuhr sich auf der Rolle warm und ging erst kurz vor dem Start in Richtung Startboxen. Erneut konnte Leumann aus der zweiten Reihe starten, doch sie erwischte nicht einen hervorragenden Start, konnte aber allen Rangeleien aus dem Weg gehen. Vom Start weg ging es einen steilen Weg hinauf, wobei man bei diesem Wetter nur zwei schmale Linien fahren konnte. Nach einer nassen Abfahrt ging es den langen Anstieg hoch. Dies wäre eigentlich eine Downhill- Freeridepiste, dief über Steilwandkurven und Jumps hinauf zum höchsten Punkt führte. Leumann musste einige Fahrerinnen ziehen lassen und reihte sich zwischen dem 11. und 15. Rang ein. Nach einigen Laufpassagen ging es dann wieder hinunter in Richtung Ziel. Die Abfahrt musste stellenweise geändert werden und war trotzdem immer noch sehr tief und rutschig zu fahren. Dort konnte Leumann wieder zur vorderen Gruppe aufschliessen. Bevor es durchs Ziel ging, musste man noch eine technisch sehr anspruchsvolle Schleife zurücklegen. Ein steiler Aufstieg, der sonst auch als Abfahrtspiste genutzt wird, führte wieder hinauf und Leumann musste die Gruppe erneut etwas ziehn lassen. Auf der sehr rutschigen und schlammigen Traverse erwischte Leumann eine gute Linie und machte wieder Zeit gut. In den technischen Passagen zurück ins Ziel konnte sie die Gruppe wieder einholen und überholen. Doch im Aufstieg kamen die Konkurrentinnen von hinten wieder. In den mittleren zwei Runden erreichte Katrin Leumann die 10. und 11. Zwischenzeit und lag so knapp auf einem Top 10 Platz. "Zu Beginn der letzten Runde sah ich Osl vor mir und von hinten drückten einige Fahrerinnen, ich wollte unbedingt in den Top 10 bleiben und hängte mich an das Hinterrad von Osl. Im langen Aufstieg musste ich sie dann doch ziehen lassen und befürchtete, dass die Amerikanerin von hinten kommt", sagte Leumann. In der Abfahrt konnte Leumann dann wieder aufholen und zu Osl aufschliessen. "Im letzten steilen Aufstieg packte ich meine Chance. Ich wusste, wenn ich als als erste oben bin, dann kann ich das bis ins Ziel halten und gab nochmals alles", berichtete sie. So kam es dann auch. Hätte Leumann gewusst, dass Hurikova vor ihr dermasen einbricht, hätten evt. an einigen Orten noch ein paar Sekunden herausgeholt werden können. Leider reichte es knapp nicht, doch mit der 6. besten Zeit in der letzten Runde sicherte sich Katrin Leumann den sehr guten 8. Schlussrang.Damit liegt sie im Gesamtklassement nun auf dem guten 12. Zwischenrang! "Das Rennen war bei diesen Verhältnissen brutal hart. Das grosse Kettenblatt vorne konnte ich gar nie brauchen, ich fuhr sogar meistens im kleinsten. Nur für zwei, drei Passagen schaltete ich kurz auf das mittlere...", meinte Leumann erschöpft im Ziel, dabei blitzten nur gerade die Zähne noch weiss aus dem Gesicht alles andere war braun verspritzt. Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit der Siegerin Cathrine Pendrel von 11 km/h zeigt, dass der Kurs extrem hart war.
Leumann fliegt am Montag zurück in die Schweiz und wird den ruhigen August ohne nennenswerte Rennen geniessen.
Reslutate