Zum ersten Mal an einem nationalen Rennen konnte Katrin Leumann auf dem Berner Hausberg das Schweizermeister Trikot überziehen. Doch als Favoritin stand sie nicht am Start. Das Feld der Elite Frauen war gespickt mit internationalen Grössen wie der Olympiasiegerin Sabine Spitz und der Olympia Dritten Irina Kalentieva. Neben den zwei Medaillengewinnerinnen starteten noch 3 weitere Olympionikinnen ins Rennen.
Katrin Leumann wollte jedoch gerade in diesem gut besetzten Rennen zeigen, dass auch sie noch in Form ist. Leider war sie die letzten Tage stark erkältet, doch bald zeigte sich, dass dies kein Hindernis war. Sie startete stark und reihte sich nach der ersten Runde auf dem 7. Rang ein. Während dem Rennen regnete es zwar nicht mehr, doch das schlechte Wetter der Tage zuvor verwandelten die Strecke in eine rutschig, schlammige Angelegenheit. Leumann fand sich gut zu recht mit diesen schwierigen Bedingungen und konnte sich nach der Hälfte des Rennens noch auf den 6. Rang verbessern, wurde dann aber durch einen technischen Defekt sehr weit zurück geworfen. „Wegen den schlammigen Verhältnissen hat es mir die Kette verklemmt. Als ich abstieg und sie wieder lösen wollte, musste ich derart stark daran ziehen, dass die Kette riss“, schilderte Leumann den Hergang des Ungeschicks, „bis in die nächste Technische Zone war es ziemlich weit, doch ich wollte wegen der Gesamtwertung nicht aufgeben und ich wusste, dass bis dort Patrick Griessen vom
Bikeshop Sputnik eine neue Kette organisieren konnte. So fuhr oder eher lief ich einige Kilometer bis zur Zone.“ Es konnte tatsächlich eine neue Kette montiert werden und Leumann startete von ganz hinten zu einer fulminanten Aufholjagd. Auf dem 16. Rang liegend überholte sie Fahrerin um Fahrerin und zeigte auf den letzten zwei Runden mit je der 5. besten Rundenzeit, dass sie heute viel mehr drauf gehabt hätte als der 9. Rang. „Dies war der erste gravierende technische Defekt in dieser Saison, klar ist es schad, unter dem Wert geschlagen zu werden, doch ich konnte eine gute Leistung zeigen was mir sehr wichtig war“, meinte Leumann nach dem Rennen.
Dass Leumann bis jetzt eine hervorragende Saison hinlegt hat, zeigte sich auch in der Gesamtwertung. Sie belegt nach dem Final auf dem Gurten den sehr guten 2. Schlussrang und durfte somit trotzdem noch aufs Podest steigen.
Am Mittwoch geht es bereits zum
Weltcup Final nach Schladming (A), der am Sonntag statt findet, hoffentlich bei besserem Wetter und ohne technischen Defekt…