Weltcup in Pietermaritzburg (RSA) vom 13. April 2014

16. April 2014

Mit einem guten Gefühl reiste ich direkt von Nals über München, Johannesburg und Durban nach Pietermaritzburg. Die Reise verlief gut und wir kamen nach einer eher kurzen Nacht im Flieger mit dem kompleten Gepäck an unserem Zielort an.
Die Strecke in Pietermaritzburg wurde fast komplet neu überarbeitet. Die Aufstiege wurden kürzer, die Rockgardens neu gestaltet und hin und wieder wurde ein Sprung eingebaut.
Nach anfänglichem Zögern bewältigte ich jede technische Passage und von Tag zu Tag nahm auch die Andrenalinausschüttung ab. Bis zum Renntag hatte ich dann die Strecke so weit im Griff, dass ich beruhigt an den Start stehen konnt.
In der Mittagshitze bei rund 30 Grad wurden wir auf die fünf Runden geschickt. Da es keine Startrunde gab und die Strecke schon nach wenigen 100 Metern schmal wurde, wollte ich unbedingt schnell starten. Direkt hinter meiner schwedischen Teamkollegin reihte ich mich beim ersten Singletrail an zweiter Stelle ein. Ohne zu hadern meisterten wir das erste Steinfeld und die Sprünge. In den folgenden Anstiege musste ich leider etwas Tempo herausnehmen und konnte bei den wenigen Passagen, bei denen man überholen konnte, leider die Attacken der Gegnerinnen nicht kontern. Es fiel mir schwer einen Rhythmus zu finden, die Abstände blieben zu beginn relativ klein und so kam es immer wieder zu Positionskämpfen, die mir zusetzten. Just als ich mir vornahm eine Aufholjagd zu starten und versuchte die Gruppe vor mir wieder einzuholen, verliessen mich die Kräfte. Ich konnte auch der letztjährigen Gesamtweltcupsiegerin nicht mehr anhängen und versuchte fortan auf den letzten 1.5 Runden meine Position zu halten. Zum Glück waren die Abstände nach hinten genug gross und ich konnte trotz Einbruch den 15. Rang ins Ziel retten. Ich habe mir schon ein etwas besseres Resultat vorgestellt, doch es lag keine bessere Platzierung drin trotz Kampf und Einsatz. Und Top 15 ist auch ja auch kein grober Absturz.

Vorschau Weltcup Pietermaritzburg

12. April 2014

Endlich geht es los...morgen steht der erste Weltcup der Saison in Pietermaritzburg (Südafrika) auf dem Programm. Der Kurs ist gegenüber dem letzten Jahr total neu gestaltet. Die Aufstiege sind etwas kürzer und somit werden auch die Abfahrten kürzer und somit die Erholungszeit spärlicher. Zudem sind die Abfahrt immer wieder mit Adrenalinkicks gespickt, sprich Steinfelder oder Sprünge.
Ihr könnt das Rennen live mitverfolgen auf Redbull.tv. Mein Start ist um 13 Uhr.
Hier gehts zur Übertragung: http://www.redbull.com/za/en/bike/event-series/1331615760167/uci-mountain-bike-world-cup-2014

Merlene Sunshine-Race in Nals (I) vom 6. April 2014

6. April 2014

Zum ersten Mal stand Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team in Nals an der Startlinie. In einer wunderschönen Region umgeben von zahlreichen in Blüte stehenden Apfelbäumen fand das traditionelle Rennen statt. Die Strecke bekommt ihren Charakter durch den langen Aufstieg, der sich in vielen Spitzkehren hinauf windet bis zu den Weinbergen. Nach einer Schleife auf dem Hochplateau geht es in einer rasanten Abfahrt über Stock und Stein wieder hinunter ins Städchen, um einige Hausecken und Apfelplantagen zurück zum Start- und Zielgelände.
Die Elite Damen hatten eine Startrunde und 5 Runden über 5 Kilometer zu bewältigen. Neben der Lokalmatadorin Eva Lechner standen weitere internationale Grössen wie Gunn-Rita Dahle aus Norwegen, Alexandra Engen aus Schweden oder Elisabeth Osl aus Österreich am Start. Alle nutzten die letzte Gelegenheit vor dem Weltcupstart in einer Woche zum finalen Formtest.
Die Startrunde konnte Katrin Leumann an führender Position beenden, danach reihte sie sich in der 3-köpfigen Spitzengruppe mit Dahle und Lechner ein.
In der zweiten und dritten Runde verlor Leumann immer mal wieder den Anschluss und es sah danach aus, dass ihre Teamkolleginnen von hinten aufschliessen könnten, doch genau als niemand mehr damit rechnete, drehten sich bei Leumann die Beine etwas schneller als bei ihrer Konkurrenz und sie schloss in der zweitletzten Runde just beim höchsten Punkt wieder zum führenden Duo auf. „Ich war auch überrascht als ich plötzlich wieder Boden gut machen konnte und immer näher heran kam. Eigentlich habe ich eher damit gerechnet, dass ich eingeholt werde“, meinte Leumann zur Rennsituation.
Geschlossen ging es auf die letzte Runde. Lechner bog als erste in den schmalen Aufstieg ein, gefolgt von Leumann und Dahle. „Ich hatte das Gefühl, dass taktiert wird und daher das Tempo etwas zusammenfiel, da ich aber nicht wollte, dass von hinten Fahrerinnen heranbrausen konnten, überholte ich Lechner und forcierte das Tempo“, schildert Leumann, „ein paar Spitzkehren weiter bemerkte ich, dass die anderen reissen lassen mussten, dies beflügelte mich total.“
Bis zum höchsten Punkt konnte sie sich einen genügend grossen Vorsprung herausfahren, so dass sie in der Abfahrt sicher und ohne Risiko hinunterfahren konnte. Mit knapp 20 Sekunden Vorsprung konnte Leumann ihren ersten Saisonsieg feiern.
Die Weltcup-Hauptprobe ist somit geglückt. Jetzt heisst es sich gut erholen und ohne Zwischenfälle nach Südafrika zu reisen, wo am Sonntag der erste Weltcup über die Bühne geht.

BMC Cup in Buchs vom 23. März 2014

24. März 2014

Dem Schnee zum Opfer gefallen…
Dass das schlechte Wetter bis zum Sonntag auch den Weg bis ins Rheintal finden würde, war klar, dass es aber gleich zur Mittagszeit, welches normalerweise die wärmste Tageszeit ist, zu schneien beginnen würde, damit war nicht zu rechnen geschweige dann nach den Sommertagen zuvor es zu glauben.
Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team nahm es gelassen zur Kenntnis und bereitete sich dem entsprechend vor. "Ich habe zwei paar Socken angezogen und dazwischen einen Plastiksack montiert, damit die Füsse möglichst warm und trocken bleiben. Zudem habe ich unter die normalen Handschuhe ein paar Windstopper angezogen und bin mit dem Gilet gestartet, was auch fast nie vorkommt", sagte Katrin.
Im Schneegestöber startete Leumann gut. Bei der ersten Passage, bei der man zwei Abzweiger wählen konnte, nahm sie die kürzere Variante die Treppe hoch, da alles schon nass und aufgeweicht war, musste man sowieso zu Fuss gehen. Dort konnte sie sich direkt auf den 2. Rang vorschieben und meisterte auf dieser Position den nächsten Aufstieg. Bis zum höchsten Punkt musste Leumann jedoch noch zwei Fahrerinnen passieren lassen, sie konnten sich aber noch nicht wirklich absetzen. Die Abfahrt war gespickt mit vielen spitzen Steinen und wurde durch die Nässe rutschig und unberechenbar. " Da meine Brille schon gesprenkelt war mit Drecktropfen sah ich die Linie nicht genau, daher war ich eigentlich sorgfältig unterwegs und wollte in der ersten Downhillpassage nichts riskieren. Leider erwischte ich mit dem Hinterrad trotzdem einen spitzen Stein", schilderte Leumann die Situation. Die Folge davon war ein luftloses Hinterrad, welches in der Techzone gewechselt werden musste. So kam Leumann erst auf dem 12. Rang das erste Mal über die Ziellinie. Es waren aber noch 4 Runden zu fahren und einer Aufholjagd stand nichts im Wege…ausser dem nasskalten Wetter. Leumann kam nicht mehr auf Touren, konnte keine Ränge mehr gut machen und musste schliesslich unterkühlt das Rennen aufgeben.
"So habe ich mir den Schweizer Start in die Saison wahrlich nicht vorgestellt, doch nachdem ich weder die Hände noch die Füsse spüren konnte und die kalte Luft auf der Lunge zu fest brannte musste ich das Rennen eine Runde vor Schluss beenden", sagte Leumann etwas konsterniert.

Afxentia Stage Race

8. März 2014

Vergangene Woche bestritt ich hier auf Zypern das Mountainbike Etappenrennen Afxentia, welches auf dieses Jahr von 3 Etappen auf 4 Renntage verlängert wurde. Das Startfeld ähnelte schon fast einem Weltcupfeld. Es standen nicht weniger als 6 Fahrerinnen aus den Top 10 an der Startlinie.
Am Donnerstag wurde das Rennen mit einem Einzelzeitfahren auf einer Cross Country Runde eröffnet. Ich fühlte mich gut, kämpfte und versuchte mich zu wehren, dass mich niemand von hinten einholte. Leider gelang mir dies nicht wirklich…schliesslich reichte es nach 16 Minuten und 30 Sekunden für den 10. Zwischenrang. Die nächsten zwei Renntage hatten den Charakter eines Marathonrennens. Eine grosse Runde mit langen Aufstiegen und einer Renndauer von ca. 2 Stunden und mehr…Nachdem ich am Freitag den 11. Rang erreichte, lief es mir am Samstag bei der dritten Etappe überhaupt nicht. Ich hatte keine Kraft mehr in den Beinen und musste am Berg ziemlich viele Fahrerinnen an mir vorbei lassen. Zum Glück kann man mit müden Beinen immer noch schnell hinunter fahren. Ich freute mich auf die lange Singletrailabfahrt und konnte dann auch einige Fahrerinnen ein- und überholen. Der 16. Rang war dann jedoch trotzdem etwas enttäuschend.
Zum Schluss stand noch ein Cross Country Rennen auf dem Programm. Das Härteste wurde zum Schluss aufgespart. Nach einer intensiven Rückenbehandlung bei unserem Physio waren dann die Beine am Sonntag erstaunlich gut, die Kraft kam zurück und ich hatte ein gutes Gefühl. Es resultierte der 11. Rang, somit konnte ich mich in der Gesamtwertung noch um zwei Ränge verbessern und beendete das Etappenrennen auf dem 12. Schlussrang.
Resultatmässig als Titelverteidigerin sicher eine Enttäuschung, doch mit etwas Distanz und einer Analyse muss ich sagen, dass ich nach 10 Wochen Training einfach noch nicht so weit bin wie die Konkurrenz. Es bleibt ja noch Zeit...
©Armin Küstenbrück

Bereits in Zypern...

22. Februar 2014

Entschuldigung, dass die Probleme mit der Homepage etwas länger dauerten und ich euch nicht aktuell auf dem Laufenden halten konnte. Nun sollte es jedoch keine Verzögerungen mehr geben!

Die dritte und letzte Woche in Stellenbosch genoss ich nochmals in vollen Zügen. Das Training stand zwar immer noch im Vordergrund, doch durften auch ein paar Sachen wie auswärts Frühstücken, einen Ausflug zur Waterfront, meinen Geburtstag feiern oder die wunderschöne Tour rund um das Kap der Guten Hoffnung nicht fehlen. Dies gehört einfach zum Aufenthalt in Südafrika.

Nach einer ziemlich aktionvollen Woche zu Hause mit Sitzung, Leistungstest, Skifahren und Geburtstag nachfeiern bin ich nun schon wieder in der Wärme!
Bereits zum dritten mal bin ich mit meinem Team auf Zypern und wir werden hier neben vielen Trainingsstunden auch schon die ersten Rennen fahren. Das Teilnehmerfeld ähnelt fast einem Weltcup mit 6 Fahrerinnen aus den Top 10…eigentlich finde ich das Niveau für diese Jahreszeit etwas zu hoch, dennoch versuche ich mein Bestes zu geben.
Das Wetter hat mich in den ersten Tagen positiv überrascht, es war viel wärmer und sonniger als noch die Jahren zuvor. So darf es weitergehen :-)

Trainingslager in Südafrika, Halbzeit

31. Januar 2014

Bereits sind schon wieder 14 Tag vergangen seit dem Sarah und ich in Zürich in den Flieger stiegen und über Nacht vom Winter in den Hochsommer reisten. Seit 2007 komme ich, mit einer Ausnahme, jährlich hier nach Stellenbosch ins Trainingslager. Vor allem das konstant warme und trockene Wetter sowie die guten Trainingsmöglichkeiten führen mich immer wieder nach Südafrika. Nebenbei ist auch das Essen ausgezeichnet, die Leute freundlich und aufgestellt und mit 20 000 Studenten immer etwas los.Auch beim Trainieren im Fitness oder auf dem Rad trifft man immer wieder Athleten, einheimische oder solche, die vom Winter flüchten. Eben, es ist immer etwas los.Mein Training verläuft planmässig und ich bin sehr zufrieden wie ich vorankomme. Klar sind nach zwei Wochen die Beine nicht mehr ganz so frisch, bei jeder Bewegung zwickt etwas oder man spürt die Säure, doch dies gehört zu einem Trainingslager und zeigt mir, dass ich nicht in den Ferien bin. Bereits steht schon die letzte Woche an, welche nochmals sehr abwechslungsreich wird. Neben Kraft und Ausdauer kommen immer wieder auch kurze und intensive Einheiten dazu, die mich bei Laune halten...Zuerst geniesse ich aber noch den wohlverdienten Ruhetag. Nachdem nun einige Körperstellen schon ordentlich Sonne abgekriegt haben und sich schön bräunen sollte ich nun auch etwas Zeit investieren das Streifenhörnchen Kostüm etwas zu verbleichen lassen. Sonne gibt es bestimmt, ist nur die Frage, ob ich es genug lange beim Faulenzen aushalten werde…

Basler Sportlerin des Jahres!!!

20. Januar 2014

Heute Abend wurde mir zum zweiten Mal in meiner Karriere die Ehre zur Basler Sportlerin des Jahres erteilt. Ich bin unheimlich stolz, dass meine Leistungen so viel Anerkennung gewinnen.
Meine ehemalige Stellenpartnerin im Kindergarten, Christa Conti, hielt für mich eine unglaublich berührende und schöne Laudatio. Auch dank ihrem Verständnis hatte ich die Möglichkeit so grossartige Erfolge zu feiern.
Danken möchte ich auch meinem ganzen Umfeld, welches mich seit Jahren mit viel Geduld und Verständnis begleitet und unterstützt. Und damit es auch finanziell klappt danke ich ganz herzlich dem Kanton Baselstadt für den Zustupf sowie der Sporthilfe und meinem Team Ghost Factory Racing.

GANZ HERZLICHEN DANK

Radquer Schweizermeisterschaft in Bussnang vom 12. Janaur 2014

13. Januar 2014

Wenige Zentimeter entschieden bei der gestrigen Radquer Schweizermeisterschaft über Gold und Silber...ein harter Zielsprint entschied nach gut 44 Minuten das spannende Rennen der Damen, die Siegerin stand erst nach der Konsultation des Zielfilmes fest. Katrin Leumann vom Ghost Factory Racing Team musste sich zum siebten Mal in Folge geschlagen geben.

Denkbar schlecht startete die unmitelbare Vorbereitung für Katrin Leumann, nach einer heftigen Grippe im Dezember erwischte sie just zwei Tage vor dem Rennen einen Magen-Darm Infekt. Trotz der Schwächung fühlte sie sich bereit für das Rennen. " Ich habe mich so gut wie möglich auf die SM vorbereitet, die Magenprobleme kamen in einem denkbar schlechten Zeitpunkt aber bereits am Samstag konnte ich wieder essen auch wenn es eher ein Zwang war als ein Genuss. Heute fühle ich mich fit und besser vorbereitet als noch bei meinem ersten Radquer Rennen im Dezember," äusserte sich Leumann vor dem Rennen.

Das Rennenin Bussnang wurde auf der traditionelen Strecke ausgeführt. Für einmal führte das milde und trockene Wetter dazu, dass die Strecke sehr schnell war und es kaum tiefe, schlammige Wiesenpassagen gab. Der Start erfolgte auf der langen Zielgeraden. Sina Frei übernahm sofort das Tempodiktat gefolgt von Katrin Leumann. Dahinter bildeten sich bereits in der ersten Runde grössere Lücken und es war nur Jane Nüssli, die noch zum Spitzenduo aufschliessen konnte und danach immer wieder dafür sorgte, dass das Tempo hoch blieb. Zu Rennhälfte musste jedoch auch Jane Nüssli abreissen lassen und schaffte den Anschluss nicht mehr. Katrin Leumann und Sina Frei sorgten für ein spannendes Rennen bis in der zweitletzten Runde als Katrin Leumann in einer holprigen Abfahrt und der anschliessenden Laufpassage die Kette hinausfiel. Sina Frei versuchte ihren Vorteil darauszuziehen und fuhr eine kleinen Vorsprung heraus. Auf die letzte Runde kam Leumann mit rund 7 Sekunden Rückstand. " Ich setzte alles daran die Lücke wieder zu schliessen und das Malheur vergessen zu machen," schilderte Leumann die Situation. Beim letzten Anschtieg knapp 1Kilometer vor der Zieleinfahrt erkämpfte sich Leumann den Anschluss und liess es auf einen Sprint ankommen. Wahrscheinlich gut 50 Meter zu früh zog Leumann den Sprint an und vermochte auf den verbleibenden 200 Meter keine Lücke herauszufahren. Die junge Sina Frei schob sich wohl ein paar wenige Zentimeter vor Leumann über die Ziellinie. " Sina zeigte eine sehr gute Cross-Saison und hat daher auch verdient gewonnen. Klar hätte ich gerne innerhalb von 6 Monaten einen zweiten Schweizermeistertitel gefeiert, aber unter diesen Umständen bin ich auch mit silber zufrieden," erleuterte Leumann nach dem Rennen.
© katrinleumann.ch, 2008-05-25 22:33
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